Syrien? Wohin? Versuch einer Annäherung
Einführung von Fayssal El-Sarout im Aachen-Fenster am Büchel
Hier finden Sie den Bericht zu der Veranstaltung:
Fayssal El-Sarout sprach über Syrien, erzählte aus seinem Leben, das vom Einfall Syriens in seine Heimat Libanon in den 1970er Jahren verändert wurde und zeigte die Probleme für die Menschen im heutigen Syrien auf. 30 Zuhörer und Zuhörerinnen folgten Fayssals Bericht im Aachen Fenster gebannt, fragten nach, kommentierten und konnten am Ende ebenso wenig wie der Redner selbst eine einfach-fertige Lösung für eine notwendige Politik in und mit Syrien benennen.
Eines jedoch sprach Fayssal deutlich aus: Das syrische Volk ist reif für eine neue Zeit. Diese neue Zeit kann nicht mit dem heutigen Regime gemacht werden. Mit zu vielen menschenverachtenden und brutalen Eingriffen in die persönlichen und demokratischen Rechte hat sich das Regime von Vater Hafiz Al-Assad
( 1970 – 2000 ) und Sohn Baschar Al-Assad ( ab 2000 ) gegen das syrische Volk vergangen – schon lange vor den Massakern seit 2011. Auch die bürgerkriegsähnlichen Zustände heute sind Ergebnis der Schreckensherrschaft der Diktatoren und des Clans Al-Assad über das syrische Volk.
Die Diskussion zeigte neben den internen Gründen für die aktuelle Situation auch die Probleme des Einflusses der Industrieländer, Chinas und Russlands sowie die Rolle Israels in der dramatischen Entwicklung, in die die syrische Nation geworfen ist.
Die Diskussion machte deutlich, wie sorgfältig wir alle Informationen, die wir über Syrien erhalten, prüfen müssen. Es wurde auch eindringlich klar, dass wir, die wir hier leben – so auch der AK NahOst im Aachener Friedenspreis -, zwar nicht direkt handeln, wohl aber kritisch informieren können und versuchen müssen, wo immer möglich Einfluss auf die Politik, die unser Land mitträgt, zu nehmen. Für das syrische Volk.
Stellungnahme des AK auf der Demonstration am Elisenbrunnen am 11. Februar 2012
hier abrufbar auf YouTube

|